Alltagsaussteigerin
unterwegs seit 2004
Meine erste Erfahrung mit dem Aussteigen aus dem Alltag machte ich im Jahr 2004, als ich mich mit dem Pilgervirus infizierte. Meine Vermieterin und ich waren damals drei Wochen auf dem Camino del Norte unterwegs, ohne zu ahnen, was dieser Weg bedeutet und dass man ihn nicht einfach wandert, sondern pilgert.
Der Unterschied liegt weniger im Gehen. In beiden Fällen legt man lange Strecken zu Fuß zurück.
Entscheidend sind Ziel, Haltung und Rahmen. Die Grenzen sind fließend. Und doch bestimmt die jeweilige Haltung das Erleben – und damit auch, was du von deinem Weg mitnimmst.
Seit 2004 bin ich mindestens einmal im Jahr unterwegs: zu Fuß mit dem Rucksack, mit dem Fahrrad und Satteltaschen oder mit dem Kanu und einer wasserdichten Tonne.
Einige der Wege, die mich besonders berührt haben, waren:
Wenn du dich für eine dieser Reisen interessierst, melde dich gerne bei mir. In der Magazinreihe sicht:bar erscheint alle vier Monate ein ausführlicher Bericht über eine dieser Touren.
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zeichnend seit 2022
Rucksack packen, losgehen, Strecke machen, Kilometer sammeln – bis der Kopf leiser wird und der Alltag verschwindet. Seit 2022 liegen auch Papier und Stift im Rucksack.
Urban Sketching zwingt mich, langsamer zu werden. Linien entstehen nicht im Vorbeigehen. Ich schaue auf Schatten, auf die Haltung eines wartenden Menschen, auf Details, die sonst vorbeiziehen. Während andere sich durch den Tag bewegen, halte ich ihn fest. Ich bleibe stehen. Ich gehe nicht weiter. Ich sitze mitten im Alltag – und steige genau dort aus ihm aus.
Beim Zeichnen merke ich: Ich muss gar nicht erst losgehen. Ich kann bleiben – und bin trotzdem unterwegs.
Seit 2023 lerne ich zeichnen: Linien, Flächen, Schummern, Schraffuren, Tonwerte. Mit Bleistift, Fineliner, Tusche, Pastell. Ich lerne sehen. Mit jedem Strich ein bisschen mehr.
Unterwegs sein – und trotzdem bleiben. Schritt für Schritt. Strich für Strich.








