Alltagsaussteigerin

unterwegs seit 2004

Meine erste Erfahrung mit dem Aussteigen aus dem Alltag machte ich im Jahr 2004, als ich mich mit dem Pilgervirus infizierte. Meine Vermieterin und ich waren damals drei Wochen auf dem Camino del Norte unterwegs, ohne zu ahnen, was dieser Weg bedeutet und dass man ihn nicht einfach wandert, sondern pilgert.

Der Unterschied liegt weniger im Gehen. In beiden Fällen legt man lange Strecken zu Fuß zurück.

Entscheidend sind Ziel, Haltung und Rahmen. Die Grenzen sind fließend. Und doch bestimmt die jeweilige Haltung das Erleben – und damit auch, was du von deinem Weg mitnimmst.

Seit 2004 bin ich mindestens einmal im Jahr unterwegs: zu Fuß mit dem Rucksack, mit dem Fahrrad und Satteltaschen oder mit dem Kanu und einer wasserdichten Tonne.

Einige der Wege, die mich besonders berührt haben, waren:

2004 Camino del Norte
2011 Camino Portugues und Camino Ingles
2013 Via Gebennesis
2014 Camino Alsass
2015 Moselcamino
2016 und 2017 Via Francigena
2018 Via Francigena del Sur
2019 Von Frankfurt nach Santiago de Compostela
2024 Von Portugal nach Frankfurt

2004 Cinque Terre Ligurien
2009
Alta Via die Monti Lattari – Amalfiküste
2010
Via die Monti Lariani – Höhenweg am Comer See
2012 Konstanz – Meran – der E5
2018 Rota Vicentina in Portugal
2025 Stevenson Trail mit dem Esel
2025 Via Peuceta – von Bari nach Matera  

2005 Limoges – Santiago de Compostela – Camino Francés Retour
2007 Bad Reichenhall – Venedig
2017 Kubas Osten
2019 Velodysee an der Atlantikküste Frankreichs
2020 Kubas Westen
2022 Via Francigena
2023 Parenzana Trail in Istrien

2008 Värmland
2009 Lahn

Wenn du dich für eine dieser Reisen interessierst, melde dich gerne bei mir. In der Magazinreihe sicht:bar erscheint alle vier Monate ein ausführlicher Bericht über eine dieser Touren.

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zeichnend seit 2022

Rucksack packen, losgehen, Strecke machen, Kilometer sammeln – bis der Kopf leiser wird und der Alltag verschwindet. Seit 2022 liegen auch Papier und Stift im Rucksack.

Urban Sketching zwingt mich, langsamer zu werden. Linien entstehen nicht im Vorbeigehen. Ich schaue auf Schatten, auf die Haltung eines wartenden Menschen, auf Details, die sonst vorbeiziehen. Während andere sich durch den Tag bewegen, halte ich ihn fest. Ich bleibe stehen. Ich gehe nicht weiter. Ich sitze mitten im Alltag – und steige genau dort aus ihm aus.

Beim Zeichnen merke ich: Ich muss gar nicht erst losgehen. Ich kann bleiben – und bin trotzdem unterwegs.

Seit 2023 lerne ich zeichnen: Linien, Flächen, Schummern, Schraffuren, Tonwerte. Mit Bleistift, Fineliner, Tusche, Pastell. Ich lerne sehen. Mit jedem Strich ein bisschen mehr.

Unterwegs sein – und trotzdem bleiben. Schritt für Schritt. Strich für Strich.